Selbst ist die Frau

Die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen ist ein bekanntes Problem. Viel weniger bekannt sind dagegen die Rentenunterschiede zwischen Männern und Frauen.

„Frauen sollten sich, da sie in der Regel länger leben, die Höhe ihrer Rente für den Fall simulieren lassen, dass ihr Partner stirbt.“

Eric Le Baron, CEO von Swiss Life Assurance et Patrimoine in Frankreich

Doppelt so grosse Kluft

Die Realität ist viel düsterer, denn bei der Altersvorsorge ist die Kluft zwischen Männern und Frauen sogar doppelt so gross wie bei den Löhnen: Sie beträgt im europäischen Durchschnitt 39 Prozent.

Frauen erhalten viel niedrigere Altersrenten als Männer. Im europäischen Durchschnitt erhalten Frauen im Pensionsalter 39 Prozent weniger Renten als Männer. Die Geschlechterungleichheit variiert stark. In Deutschland ist die Lücke mit 47 Prozent noch grösser, in Dänemark mit 14 Prozent deutlich kleiner.

Diese Unkenntnis ist gravierend, denn die Rentenlücke beginnt sich früh im Berufsleben zu öffnen. Die Höhe der Rente ist gewissermassen ein Spiegel der Erwerbsbiografie einer Person.

Wieso Frauen bei der Rente hinterherhinken

Die beiden entscheidenden Faktoren für die geschlechtsspezifische Rentenlücke sind Dauer und Umfang der Erwerbstätigkeit: Frauen verdienen weniger, sind häufiger in schlechter bezahlten Berufen sowie seltener in Führungspositionen tätig und arbeiten auch häufiger Teilzeit als Männer. Kommt hinzu, dass Frauen wesentlich häufiger als Männer ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen, um sich um Kinder oder Verwandte zu kümmern.

Ein Grossteil der Frauen ist nach der Pensionierung nur schlecht abgesichert und finanziell von ihren Partnern abhängig.

Soll es der Partner richten?

Müssten Frauen also anders vorsorgen, als sie es heute tun? «Die Höhe der Rente wird generell auf Paarebene berechnet», sagt Eric Le Baron, CEO von Swiss Life Assurance et Patrimoine in Frankreich. «Frauen sollten sich, da sie in der Regel länger leben, die Höhe ihrer Rente für den Fall simulieren lassen, dass ihr Partner stirbt. So können sie früh genug mit Sparen anfangen und den Einkommensverlust wettmachen.»

Die Realität aber sieht anders aus

Eine repräsentative Umfrage von Swiss Life Deutschland, bei der 2062 Personen teilnahmen, zeigt dies klar. So fürchtet sich mehr als jede zweite Frau davor, im Alter in Armut leben zu müssen. Vier von zehn Frauen geben an, ohne ihren Partner bei ihrem Lebensstandard deutliche Abstriche machen zu müssen.

Es braucht mehr Eigeninitiative und Finanzwissen – aber auch einen Mentalitätswandel

«Frauen müssten auf jeden Fall deutlich mehr vorsorgen, als sie es heute tun», sagt Matthias Wald, Leiter Vertrieb und Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Life Deutschland. Mehr als jede dritte Befragte gab in der Umfrage von Swiss Life Deutschland denn auch an, sich bisher zu wenig um die eigene Altersvorsorge gekümmert zu haben.

„Frauen zahlen im Schnitt weniger Rente ein – viele pausieren zugunsten ihrer Kinder oder für die Pflege von Angehörigen für mehrere Jahre“, sagt Wald. Er fordert: „Wir brauchen ein stärkeres Bewusstsein für dieses Thema.“

Finanzen werden in unserem Bildungswesen allerdings stiefmütterlich behandelt. «Es wäre wichtig, junge Menschen mit dem nötigen Wissen auszustatten, damit sie rechtzeitig die richtigen Weichen in Sachen privater Finanzplanung stellen können.»

Für eine wirklich nachhaltige Lösung braucht es neben mehr Eigenverantwortung seitens der Frauen und aktiveren Unternehmen auch einen Mentalitätswandel in der Gesellschaft. «Neben einer besseren Aufteilung der Familienpflichten und familiengerechten Arbeitsbedingungen bedingt dies auch, dass die Gesellschaft Geschlechterstereotypen weiter abbaut und eine gleichberechtigte Rollenverteilung akzeptiert», sagt Colette Nova, Vizedirektorin des Schweizer Bundesamtes für Sozialversicherungen.

Die Realität aber sieht anders aus

Eine repräsentative Umfrage von Swiss Life Deutschland, bei der 2062 Personen teilnahmen, zeigt dies klar. So fürchtet sich mehr als jede zweite Frau davor, im Alter in Armut leben zu müssen. Vier von zehn Frauen geben an, ohne ihren Partner bei ihrem Lebensstandard deutliche Abstriche machen zu müssen.

Es braucht mehr Eigeninitiative und Finanzwissen – aber auch einen Mentalitätswandel

«Frauen müssten auf jeden Fall deutlich mehr vorsorgen, als sie es heute tun», sagt Matthias Wald, Leiter Vertrieb und Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Life Deutschland. Mehr als jede dritte Befragte gab in der Umfrage von Swiss Life Deutschland denn auch an, sich bisher zu wenig um die eigene Altersvorsorge gekümmert zu haben.

„Frauen zahlen im Schnitt weniger Rente ein – viele pausieren zugunsten ihrer Kinder oder für die Pflege von Angehörigen für mehrere Jahre“, sagt Wald. Er fordert: „Wir brauchen ein stärkeres Bewusstsein für dieses Thema.“

Finanzen werden in unserem Bildungswesen allerdings stiefmütterlich behandelt. «Es wäre wichtig, junge Menschen mit dem nötigen Wissen auszustatten, damit sie rechtzeitig die richtigen Weichen in Sachen privater Finanzplanung stellen können.»

Für eine wirklich nachhaltige Lösung braucht es neben mehr Eigenverantwortung seitens der Frauen und aktiveren Unternehmen auch einen Mentalitätswandel in der Gesellschaft. «Neben einer besseren Aufteilung der Familienpflichten und familiengerechten Arbeitsbedingungen bedingt dies auch, dass die Gesellschaft Geschlechterstereotypen weiter abbaut und eine gleichberechtigte Rollenverteilung akzeptiert», sagt Colette Nova, Vizedirektorin des Schweizer Bundesamtes für Sozialversicherungen.

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